Nov 02

Ninjas sind Partisanenkämpfer des vorindustriellen Japans, die als Kundschafter, Spion, Saboteur oder Meuchelmörder eingesetzt wurden. Sie sind neben dem Samurai eine der gefürchtetsten und gleichzeitig am meisten bewunderten Gestalten des alten Japan, wobei zwischen der tatsächlichen Historie und der späteren Umdeutung und Begriffsverzerrung unterschieden werden muss.

Ninjutsu ist ein Begriff für die Künste oder die Techniken, die von Ninjas verwendet wurden. Eigentlich bezieht es sich nicht auf Kampftechniken, sondern in erster Linie auf Methoden der Tarnung und Aufklärung (Ninjutsu war kein Kampfstil der Ninjas).

Heute versteht man unter Ninjutsu auch eine moderne Kampfkunst, welche ihre (oft fragwürdigen) Wurzeln in den Lehren der historischen Ninjas -(oder manchmal auch Bushi-)schulen hat. Eine der einflussreichsten dieser modernen Schulen ist das Bujinkan, dessen Gründer und Soke (Oberhaupt) Dr. Masaaki Hatsumi nachweislich neun Bujutsu-Schulen vorsteht.

In Japan existiert auch heute noch eine Reihe klassischer Schulen, die Ninjutsu in ihrem Curriculum enthalten. Gemeint sind damit aber eher die klassischen Spionagetechniken. Solche Koryū unterrichten oft auch den Gebrauch von Waffen, die für Shinobi charakteristisch waren

Im Gegensatz zu den historischen Ninjas ist die Figur des Ninja in der Populärkultur gut nachzuweisen. Als „Durchbruch“ für Ninja-Filme außerhalb Japans kann der James-Bond-Film Man lebt nur zweimal aus dem Jahr 1967 gelten, der nicht nur eine Vorführung von Kenjutsu und die malerische Kulisse der Burg Himeji bietet, sondern auch zahlreiche Ninjas in den bekannten dunklen Roben.

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